Über ein Jahr lang war die wichtigste Frage zur KI-Suche nicht beantwortbar: Wie viel meiner Sichtbarkeit kommt daher? Seit Juni 2026 gibt es darauf eine halbe Antwort.

Stand dieser Seite: 19. August 2026

Der Vorgang läuft. Offen sind: Klickdaten im Bericht, der Rollout außerhalb Großbritanniens und die Frage, ob Suchanfragen ergänzt werden. Diese Seite wird nachgezogen – das Datum sagt, wann zuletzt nachgesehen wurde.

Zwei Formen, ein Bericht

AI Overviews
  • Zusammenfassender Antwortbereich über den klassischen Treffern
  • Erscheint anfrageabhängig, nicht immer
  • Enthält Verweise auf Quellen
AI Mode
  • Dialogorientierte Sucherfahrung, längere und mehrteilige Anfragen
  • Eigene Oberfläche statt Ergebnisliste
  • Überschritt im Mai 2026 eine Milliarde monatliche Nutzer

Was vorher das Problem war

Einblendungen aus beiden Funktionen flossen in den allgemeinen Leistungsbericht ein – ohne Kennzeichnung und ohne Möglichkeit, sie herauszulösen. Wer steigende Einblendungen sah, konnte nicht sagen, woher sie kamen.

Das ist mehr als eine Unbequemlichkeit. Es machte die zentrale Frage unbeantwortbar: Verwandelt sich diese Sichtbarkeit in irgendetwas?

Was der Bericht seit Juni zeigt

Leistungsbericht zu generativer KI, Stand August 2026
Angabeenthalten
Einblendungenja
Aufschlüsselung nach Seiteja
Land, Gerät, Datumja
Klicksnein – angekündigt, ohne Termin
Klickratenein
Suchanfragennein
Daten vor dem 18. Mai 2026nein – keine rückwirkende Ergänzung
Warum das eine halbe Antwort ist

Einblendungen ohne Klicks sind genau die Kennzahl, die auf dieser Website an anderer Stelle als wertlos beschrieben wird. Man erfährt, wie oft die eigene Seite in einer KI-Antwort erschien – nicht, ob jemand deshalb gekommen ist. Und da eine KI-Antwort die Frage beantworten kann, ohne dass die Quelle aufgerufen wird, ist genau das die offene Frage.

Der Ausschluss-Schalter

Zusätzlich gibt es eine Steuerung, mit der Inhalte aus AI Overviews, AI Mode und den KI-Übersichten in Discover ausgeschlossen werden können. Nach Angabe von Google wirkt das nicht auf die Platzierung in den klassischen Ergebnissen, und die Entscheidung lässt sich zurücknehmen.

Zu bewerten ist sie trotzdem schwer, und der Grund ist derselbe: Ohne Klickdaten weiß niemand, was der Verzicht kostet. Wer ihn erwägt, entscheidet über eine Sichtbarkeitsfläche, deren Wert unbekannt ist.

Bei Microsoft ein Stück weiter

Die Bing Webmaster Tools führten einen entsprechenden Bericht seit Februar 2026 als Vorschauversion und stellen inzwischen zusätzlich einen Anteilswert bereit: welcher Prozentsatz aller ausgespielten Quellenverweise zu einer Anfrage auf die eigene Website entfällt.

Das ist eine nützliche Angabe – und eine, die leicht überinterpretiert wird. Sie ist keine Platzierung und kein Besucheranteil. Sie sagt, wie präsent die eigene Website unter den zitierten Quellen ist, nicht was daraus folgt.

Was man jetzt tun kann

  1. Nachsehen, ob der Bericht vorliegt

    Ein Blick in die eigene Search Console. Ist er da, lohnt der Vergleich: Welche Seiten erscheinen in KI-Antworten, und sind es dieselben, die klassisch ranken? Erfahrungsberichten nach überschneidet sich das weniger, als man erwarten würde.

  2. Daten ab jetzt sichern

    Rückwirkend wird nichts ergänzt, und die Speicherdauer der Search Console beträgt sechzehn Monate. Ein monatlicher Export kostet nichts und ist später nicht nachholbar.

  3. Beim Ausschluss abwarten

    Solange Klickdaten fehlen, ist die Entscheidung nicht rechenbar. Wer nicht aus grundsätzlichen Erwägungen ausschließt, gewinnt durch Warten Information.