Die Search Console lügt nicht. Sie beantwortet nur zuverlässig eine etwas andere Frage als die, die man gestellt zu haben glaubt.

In eigener Sache

Aus dieser Beobachtung heraus habe ich ein eigenes Auswertungswerkzeug gebaut und biete es an. Ich verdiene damit Geld; berücksichtigen Sie das beim Lesen. Die Grenzen, um die es hier geht, bestehen unabhängig davon – kein Werkzeug kann Daten zeigen, die nicht herausgegeben werden.

Vier Grenzen

📏Zeilenbegrenzung

Die Oberfläche zeigt je Auswertung nur begrenzt viele Zeilen. Bei mehreren hundert Adressen fehlt damit genau der Teil, der die Arbeit macht: der lange Ausläufer.

🕶️Ausgelassene Anfragen

Selten gestellte Anfragen erscheinen nicht, weil sie Rückschlüsse auf Personen zulassen könnten. Die Summe bleibt deshalb hinter der Gesamtzahl zurück.

📆Sechzehn Monate

Länger zurück gibt es nichts. Ein Vergleich mit dem Vorjahr geht gerade noch, einer über drei Jahre nicht mehr.

Verzögerung

Zahlen erscheinen mit einigen Tagen Abstand. Wer heute etwas ändert und morgen nachsieht, sieht gestern.

Die teuerste Fehldeutung

Sie betrifft nicht die Technik, sondern das Lesen: Einblendungen werden für Reichweite gehalten.

Eine Seite mit zehntausend Einblendungen auf Position 74 stand zehntausendmal auf Seite acht. Niemand blättert dorthin. Die Zahl steigt trotzdem, und im Bericht sieht das nach Wachstum aus.

Einblendungen jenseits der ersten Ergebnisseiten sind kein Bestand. Sie sind die Auskunft, dass die Suchmaschine die Seite kennt und nicht für passend hält.

Der brauchbare Blick geht deshalb nie auf Einblendungen allein, sondern immer auf das Paar aus Einblendungen und Position. Und die Position sollte nach Einblendungen gewichtet betrachtet werden – sonst ziehen einzelne Anfragen mit ein oder zwei Einblendungen den Mittelwert in eine Richtung, die nichts bedeutet.

Was im Bericht gar nicht steht

Seiten ohne jede Einblendung. Sie tauchen nicht auf – nicht mit null, sondern gar nicht. Bei gewachsenen Beständen ist das regelmäßig die Mehrheit.

Wer wissen will, wie groß dieser Teil ist, braucht die vollständige Adressliste aus der Sitemap oder direkt aus der Datenbank und legt sie gegen den Bericht. Das ist die eigentliche Arbeit, und sie lohnt sich vor jedem Umzug: Ohne diesen Abgleich entscheidet man über Weiterleitungen auf Grundlage der kleineren Hälfte.

Ergänzung: KI-Einblendungen sind seit Juni 2026 trennbar

Bis dahin flossen Einblendungen aus AI Overviews und dem AI Mode ungekennzeichnet in diesen Bericht ein. Seit dem 3. Juni 2026 gibt es dafür einen eigenen Leistungsbericht – allerdings nur mit Einblendungen, ohne Klicks und ohne Anfragen. Einzelheiten dazu in einem eigenen Beitrag.

Was hilft

  • Über die Schnittstelle abfragen. Sie liefert erheblich mehr Zeilen je Anfrage als die Oberfläche und lässt sich seitenweise durchlaufen.
  • Fortlaufend auslagern. Ein monatlicher Export kostet fast nichts und ist später nicht nachholbar. Nach sechzehn Monaten sind die Daten endgültig weg.
  • Gegen die eigene Adressliste halten. Der Bericht zeigt, was Einblendungen hatte. Was keine hatte, schließt nur der Abgleich auf.
  • Nach Themenbereichen bündeln. Einzelne Anfragen sagen wenig. Ein Bereich mit tausend Einblendungen und gewichteter Position 74 sagt sehr viel.