Die Frage klingt nach Sparversion. Tatsächlich kostet der wirksamste Teil der Arbeit ohnehin kein Geld – nur Zeit.
Was sofort geht
- Search Console einrichten
Kostenlos, dauert Minuten, und liefert Daten, die es sonst nirgends gibt: ob eine Seite abgerufen wurde, ob sie aufgenommen ist und was dagegensprach. Dasselbe für die Bing Webmaster Tools.
- Technische Sperren beseitigen
Ein vergessenes noindex aus der Entwicklung, ein Disallow: / in der robots.txt, ein falscher Canonical-Verweis. Der häufigste Befund überhaupt – und seine Beseitigung kostet nichts.
- Titel eindeutig machen
Je Seite ein eigener Titel, der benennt, was auf der Seite steht. Doppelte Titel entstehen bei Übersichten und Filterseiten fast von allein.
- Gliederung prüfen
Überschriften der Reihe nach lesen. Ergibt das eine Inhaltsangabe, stimmt die Struktur.
- Interne Verweise nachsehen
Der am meisten unterschätzte Punkt. Nach jedem Umbau zeigen Verweise ins Leere, und von außen sieht man das nicht.
In der Praxis liegt der größere Teil der Wirkung bei Maßnahmen, die kein Geld kosten. Nicht weil das Bezahlte nichts brächte – sondern weil das Kostenlose so oft ausgelassen wird.
Wo die Grenze verläuft
Nicht beim Wissen. Was oben steht, kann jeder nachvollziehen. Die Grenze verläuft bei der Menge:
- Websites bis etwa fünfzig Seiten
- Prüfung von Hand, Seite für Seite
- Search Console als einzige Datenquelle
- Eigene Inhalte, selbst geschrieben
- Große Bestände – Prüfung von Hand findet dann nicht statt
- Auswertung über die Zeilengrenze der Oberfläche hinaus
- Inhalte in nennenswertem Umfang
- Eingriffe, die Zugang zur Programmierung erfordern
Vorsicht bei „kostenlos" im Namen
Kostenlose Prüfungen und Werkzeuge Dritter sind häufig das Verkaufsgespräch. Erkennbar an zwei Mustern: Die Prüfung listet alles auf, was auffällig sein könnte, ohne nach Wirkung zu ordnen – achtzig Befunde, von denen drei zählen. Und das Ergebnis endet bei einem Formular.
Das ist nicht verwerflich, aber man sollte wissen, was man vor sich hat. Die kostenlosen Werkzeuge der Suchmaschinenbetreiber selbst haben dieses Problem nicht.