Die Frage klingt nach Sparversion. Tatsächlich kostet der wirksamste Teil der Arbeit ohnehin kein Geld – nur Zeit.

Was sofort geht

  1. Search Console einrichten

    Kostenlos, dauert Minuten, und liefert Daten, die es sonst nirgends gibt: ob eine Seite abgerufen wurde, ob sie aufgenommen ist und was dagegensprach. Dasselbe für die Bing Webmaster Tools.

  2. Technische Sperren beseitigen

    Ein vergessenes noindex aus der Entwicklung, ein Disallow: / in der robots.txt, ein falscher Canonical-Verweis. Der häufigste Befund überhaupt – und seine Beseitigung kostet nichts.

  3. Titel eindeutig machen

    Je Seite ein eigener Titel, der benennt, was auf der Seite steht. Doppelte Titel entstehen bei Übersichten und Filterseiten fast von allein.

  4. Gliederung prüfen

    Überschriften der Reihe nach lesen. Ergibt das eine Inhaltsangabe, stimmt die Struktur.

  5. Interne Verweise nachsehen

    Der am meisten unterschätzte Punkt. Nach jedem Umbau zeigen Verweise ins Leere, und von außen sieht man das nicht.

Das Verhältnis, das überrascht

In der Praxis liegt der größere Teil der Wirkung bei Maßnahmen, die kein Geld kosten. Nicht weil das Bezahlte nichts brächte – sondern weil das Kostenlose so oft ausgelassen wird.

Wo die Grenze verläuft

Nicht beim Wissen. Was oben steht, kann jeder nachvollziehen. Die Grenze verläuft bei der Menge:

Ohne Budget machbar
  • Websites bis etwa fünfzig Seiten
  • Prüfung von Hand, Seite für Seite
  • Search Console als einzige Datenquelle
  • Eigene Inhalte, selbst geschrieben
Kostet Geld oder viel Zeit
  • Große Bestände – Prüfung von Hand findet dann nicht statt
  • Auswertung über die Zeilengrenze der Oberfläche hinaus
  • Inhalte in nennenswertem Umfang
  • Eingriffe, die Zugang zur Programmierung erfordern

Vorsicht bei „kostenlos" im Namen

Kostenlose Prüfungen und Werkzeuge Dritter sind häufig das Verkaufsgespräch. Erkennbar an zwei Mustern: Die Prüfung listet alles auf, was auffällig sein könnte, ohne nach Wirkung zu ordnen – achtzig Befunde, von denen drei zählen. Und das Ergebnis endet bei einem Formular.

Das ist nicht verwerflich, aber man sollte wissen, was man vor sich hat. Die kostenlosen Werkzeuge der Suchmaschinenbetreiber selbst haben dieses Problem nicht.